Dental Replikate Krone und Schupkarre

Replikate aus dem Dentallabor:

Nachtrag zum Dentallaor-Replikat-Bericht.

 

Replikate aus dem Dentallabor:

Wir konnten ja erstmals Replikate mit doppelter Naht identifizieren.
Nach intensiver Recherche ist es uns jetzt gelungen, die Herstellung dieser Replikate nachzuvollziehen.
Wir konnten Kontakt zu einem Mitarbeiter eines Dentallabors bekommen, der früher selbst für den Modellbau bestimmte Nachgüsse auf diese Art produziert hat.

Dazu wird das zu kopierende Original zunächst komplett in eine wackelpuddingähnliche Masse auf spezielle Art eingebettet. Die Masse verfestigt sich nach einiger Zeit. Es entsteht dabei ein originalgetreuer, praktisch perfekter Abdruck des Originals. Nach dem Entfernen des Originals dient dann diese Abdruck-Form zum Produzieren von fast perfekten Replikaten.

Dazu wird ein Kunststoff aus zwei Komponenten angerührt, der kalt verarbeitet wird und von selbst aushärtet (ein so genanntes Kaltpolymerisat). Diese kalte flüssige Masse kann auf unterschiedliche Weise in die Abdruckform eingebracht werden. Bei sehr geschickten "Handwerkern" sieht man fast keine doppelte Naht. Ein neuer Abrisspunkt entsteht meist nicht, da die Masse erst nach einiger Zeit erhärtet.

Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand stammen die uns vorliegenden Replikate wahrscheinlich aus mehreren Werkstätten, die auch verschiedene Kunststoffarten verwenden. Diese Kunststoffe können völlig klar oder auch mit entsprechenden Farbpigmenten eingefärbt sein. Die Rohstoffe und die technischen Möglichkeiten zu diesem Verfahren gibt es schon länger als das Ü-Ei. Wir konnten nachvollziehen, dass erste Fälschungen schon bald nach dem Preisboom für Ü-Ei-Figuren Anfang der Neunziger Jahre regional auf Flohmärkten aufgetaucht sind. Später kam es dann zu einer überregionalen Verbreitung durch den Verkauf dieser Fälschungen in den Internet-Auktionshäusern (wohlgemerkt meist als Originale).

Um es noch einmal konkret zu sagen - es gibt diese Replikate seit mindestens 1995, wahrscheinlich aber auch schon davor!  Auf die beschriebene Weise kann fast jede Figur und jedes Zubehörteil gefälscht werden. Diese Replikate zeigen unter Umständen keine doppelte Naht. Auch alle sonst wichtigen Erkennungsmerkmale wie Gussabdrücke und Abrisse können perfekt mitkopiert sein.
Von der Form her können sie also als perfekte Replikate auftauchen. Das hängt vom handwerklichen Geschick des Produzenten ab. Tatsächlich werden sie auch sehr häufig als Originale angepriesen und verkauft. Der finanzielle Aufwand für das Material ist absolut gering: Höchstens ein Euro pro Figur. Der zeitliche Aufwand ist etwas höher, da es sich wohl meist um Einzelanfertigungen handelt.

 

 

Betroffen sind fast alle teuren Figuren, insbesondere auch die so genannten Altfiguren. Auch einige Rohlinge konnten wir inzwischen begutachten. Betroffen ist auch seltenes Zubehör wie z.B. die Flöten des Musikus oder die Blume des Schüchternen.
Da im Prinzip fast alles auf diese Weise fälschbar ist, kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass z.B. auch seltene Ersatz-Teile aus dem Ü-Ei-Spielzeug-Bereich oder Steckfiguren-Bereich nachgemacht werden. Sicher ist z.B., dass die Stop-Kelle des Steckfigur-Polizisten auf diese Weise gefälscht wird. Es wäre genauso möglich, die seltenen Plastikpuzzle wie Hund, Schaf oder Schweinchen auf diese Weise zu kopieren. Wir raten daher ganz allgemein zu größter Vorsicht beim Kauf seltener Stücke auch aus dem Ü-Ei-Spielzeug-Bereich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie kann man nun diese Replikate erkennen?

Wir haben qualitativ recht unterschiedliche Dentallabor-Replikate entdecken können.
Einige sind auch für den Anfänger ohne Vergleichsstück schnell zu erkennen, andere sind selbst für den Profi extrem schwer bestimmbar. Diese sehr gut gemachten Replikate stellen für den normalen Sammler eigentlich ein fast unlösbares Problem da. Sie sind nur mit einer guten Kenntnis der Materie und unter Zuhilfenahme von originalen Vergleichsstücken erkennbar.

Zur Standardausrüstung sollte auf jeden Fall eine gute UV-Lampe und eine gute Lupe gehören.

Wir geben hier nun einige Tipps, worauf man achten sollte:

1. Die allgemeine Ausformung:

Grundsätzlich muss das zu prüfende Stück von der allgemeinen Ausformung her mit originalen Vergleichsstücken übereinstimmen. Uns sind einige schlechtere Replikate aufgefallen, bei denen die Gussform von den Fußsohlen her befüllt wurde. Die Fläche ist dort uneben und es fehlt eine Gussnaht. Bei alten Disney-Figuren oder der Schlange Kaa fehlten die Bohrungen unter den Figuren; bei der Kaa zusätzlich auch die Kennung.

2. Der Abriss:

Der Abriss des Originals wird bei den Dentallabor-Replikaten meist sehr gut mitkopiert. Ein sehr glatter Abriss kann aber ein Hinweis auf eine Fälschung sein. Das kommt daher, dass der Abrisspunkt ja nur nachgegossen wurde, aber dort ja nicht wirklich etwas abgerissen ist. Allerdings gibt es auch Originale, die einen platt gedrückten oder abgeschrubbelten glatten Abriss haben. Auch originale Gussfehler kommen vor, die dem Abriss ein völlig untypisches Aussehen geben. Normalerweise ist aber ein originaler Abriss etwas ausgefranst und heller (Weißbruch).

3. Die Gussnähte:

Beim Nachgießen eines Replikats entsteht zwangsläufig eine zweite Gussnaht. Die erste Gussnaht ist vom Original mitkopiert und liegt an der richtigen Stelle. Die zweite Gussnaht stammt von der nachgebauten "Wackelpudding"-Gußform und kann an anderer Stelle liegen. Nämlich dort, wo diese Form getrennt wird. Wir konnten an einigen Replikaten eine sehr ausgeprägte zweite Gussnaht finden, die auch der ungeübte Betrachter schnell findet. Aber es gibt auch Replikate, deren zweite Gussnaht extrem fein ist. Man muss bei diesen Stücken wissen,  was man sucht, sonst übersieht man sie. Teilweise wurde diese zweite Gussnaht auch nachbearbeitet, um sie zu verbergen. Auch bei bemalten Replikaten, ist die zweite Gussnaht schwer oder teilweise gar nicht zu finden.

4. Das Material:

Die uns vorliegenden Dentallabor-Replikate sind aus unterschiedlichen Kunststoffen gefertigt. Im direkten Vergleich mit Originalen erkennt man, dass das Plastikmaterial der Replikate häufig eine etwas andere Färbung hat. Auch verhielten sich viele Replikate unter UV-Licht anders als die Originale. Bei komplett bemalten Figuren sollte man eventuell mal etwas Farbe abkratzen, um mal das Material darunter unter UV-Licht anzuschauen.
Bei manchen Replikaten fiel die schlechte Durchfärbung des Kunststoffes auf. Sie sehen grieselig oder scheckig aus. Aber wir konnten auch Replikate entdecken, die völlig gleichmäßig durchgefärbt sind. Bei einigen Replikaten ist uns der schlechte Guss aufgefallen. Diese Stücke haben winzige Löcher in der Oberfläche, wie aufgeplatzte Luftbläschen. Man kann unter Umständen die chemische Zusammensetzung des Materials einer Figur mit Hilfe eines so genannten IR-Spektoskopes ermitteln, ohne dass die Figur dabei beschädigt wird. Wer die Möglichkeit hat, diese Technik zu nutzen (z.B. an einer Uni), kann hier sehr sichere Aussagen zu echt oder nicht echt bekommen.

5. Die Bemalung:

Die Dentallabor-Replikate liegen zunächst ja auch als Rohlinge vor und müssen bemalt werden. Die Bemalung ist bei einigen Stücken hervorragend gelungen. Wer eine verdächtige Figur prüfen möchte, sollte die Bemalung unbedingt unter UV-Licht mit originalen Vergleichsstücken vergleichen. Da kann man schon einiges erkennen.

6. Das spezifische Gewicht (die Dichte):

Speziell für komplett bemalte Figuren und extrem gute Replikate haben wir uns eine besondere Prüfmethode ausgedacht. Dabei nutzen wir die Eigenschaft, dass jeder Stoff ein spezifisches Gewicht (Dichte = Masse/Volumen) hat. Wir konnten feststellen, dass die meisten Dentallabor-Replikate eine andere Dichte als die Originale haben. Der Test funktioniert im Allgemeinen mit Stücken, die in normalem Leitungswasser untergehen. Wir nennen ihn den Salzwassertest. Salzwasser hat eine höhere Dichte als normales Leitungswasser. Je mehr Salz im Wasser gelöst ist, desto höher ist die Dichte dieser Salzlösung. Und wenn die Dichte der Salzlösung höher ist als die Dichte des zu prüfenden Ü-Ei-Plastik-Stückes, schwimmt es auf. Wenn ein Replikat nun eine andere Dichte als das Original hat, schwimmen die beiden Stücke in unterschiedlich konzentrierten Salzlösungen. So schwimmt ein Original vielleicht schon bei 12g Salz pro 200g Wasser, das Replikat aber erst bei 20g Salz pro 200g Wasser. Selbst wenn ein Replikat extrem gut gemacht ist, aber eine andere Dichte hat als das Original, kann man so die Stücke voneinander unterscheiden.

Und so funktioniert der Test:

Du benötigst normales handelsübliches Kochsalz, Wasser, eine Tasse, einen Löffel zum Umrühren, einen Messbecher und eine halbwegs genaue Waage (z.B. Briefwaage). In die Tasse gibst Du 200 ml (entspricht 200g) kaltes Leitungswasser. Das kann man recht genau mit einem Messbecher aus der Küche abmessen. Darin löst Du unter Rühren 2 g handelsübliches Kochsalz, dass Du auf der Waage abgewogen hast. Nachdem das Salz vollständig gelöst ist, gibst Du die Prüfstücke in die Lösung und schaust, ob schon etwas aufschwimmt. Wenn nicht, löst Du weitere 2 g Salz im Wasser und schaust wieder. Das macht man solange, bis ein Stück schwimmt. Dann wird die Salzmenge notiert und solange weitergemacht, bis auch das andere Stück schwimmt. Wenn Du keine Waage zur Hand hast, kannst Du Dir auch ein anderes kleines Maß nehmen, z.B. einen Fingerhut (da passen so 3 bis 4 g Salz rein). Dann kannst Du später z.B. die Aussage machen, dass das Original bei 3 Fingerhüten Salz aufschwimmt, das Replikat aber erst bei 5 Fingerhüten Salz schwimmt. Das Replikat ist in jedem Fall erkannt. Die getesteten Stücke danach mit klarem Wasser abspülen, damit keine Salzreste zurückbleiben!

Wichtig!

Diese Methode ist ein vergleichender Test, der keine verallgemeinernden Aussagen erlaubt. Man kann nicht sagen, eine originale Flöte schwimmt bei 18g Salz in 200g Wasser. Benutzt jemand Kochsalz einer anderen Marke, anderes Leitungswasser oder die Salzmenge wurde zu ungenau abgewogen, schwimmt dieselbe Flöte vielleicht erst bei 21g Salz.
Dieser Test ist nicht 100%ig sicher. Er kann durch eingeschlossene Luft im zu prüfenden Stück verfälscht werden (die Luft sorgt für einen Auftrieb). Man sollte möglichst mehrere sichere Originale in die Prüfung einbeziehen, um eine gewisse Bandbreite ermitteln zu können. Der Test eignet sich nicht für Stücke, die einen Hohlraum haben (wie z.B. das rote Ei des Eierläufers oder die Steckbälle von den Fußballschlümpfen und Dribbelboys).

Zum Schluss wollen wir am Beispiel der langen roten Flöte zeigen, wie wir dieses Replikat entlarven konnten.

Vorgeschichte:

Boris hat diese Flöte vor einiger Zeit als Original ersteigert. Der Verkäufer sicherte ihm die Originalität zu und wusste angeblich noch, wie sein Sohn das schöne Stück damals aus einem Ü-Ei entnahm. Nach unserem damaligen Wissensstand schätzten wir das Stück nach intensiver Untersuchung auch als Original ein. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass es derart perfekte Kopien gibt. Die scheckige Farbe war zwar auffällig, aber die Form war perfekt.
Um sicher zu gehen, ging die Flöte zur Prüfung dann an verschiedene versierte Sammler und wurde auch auf der Börse in Dreieich einigen prominenten Händlern gezeigt. Alle waren sich sicher, dass es sich um ein Original handelt. Es wurden für diese Flöte Kaufangebote im vierstelligen Bereich gemacht.
Aber wir haben inzwischen etliche Replikate erhalten, die wieder Zweifel aufkommen ließen. Mit unserem neu erworbenen Wissen konnten wir die oben beschriebenen Prüfungen durchführen und wissen es jetzt. Diese lange rote Flöte ist ein wertloses Replikat aber von feinster Machart. Eine sehr wichtige Rolle spielte dabei eine kurze gelbe Replika-Flöte, die von gleicher Machart ist. Diese konnten wir sofort als Replikat erkennen, da das gelbe Material in diesem grieseligen Farbton als Original nicht existiert.

Die Beweiskette im Einzelnen:

 

 

 

1. Die Ausformung:

Anhand der Ausformung ist diese lange rote Flöte nicht vom Original (in gelb) zu unterscheiden. Die Ausformung ist perfekt gelungen.

 

 

 

 

 

 

 

2. Der Abriss:

Der Abriss ist sehr glatt und zeigt keine helle Stelle (Weißbruch). Bei der kurzen gelben Replika-Flöte ist es genauso.

 

 

 

 

3. Die Gussnähte:

Die zweite Gussnaht ist an der langen roten Flöte extrem schwer auffindbar. Vorne auf dem Flötentrichter konnten wir dennoch fündig werden (siehe Bild).

 

 

 

 

4. Das Material:

An der langen roten Flöte fällt sofort die ungleichmäßige Durchfärbung des Kunststoffes auf. Aber erst jetzt, wo wir dieses Merkmal auch auf der kurzen gelben Fälschung gesehen haben, wissen wir, dass es auf ein Replikat hindeutet. Vorher hatten wir nicht unbedingt Verdacht geschöpft.

Wir haben das Material von drei Flöten mittels IR-Spektroskopie prüfen lassen. Es handelte sich um eine gelbe lange Originalflöte, die rote lange Flöte und die kurze gelbe Replika-Flöte. Erwartungsgemäß sind die lange rote Flöte und die kurze gelbe Replika-Flöte aus dem identischen Kunststoff (die Einfärbung spielt keine Rolle). Die lange gelbe Originalflöte ist aus einem anderen Kunststoff. Dies ist der sicherste Beweis dafür, dass es sich bei der roten langen Flöte um ein Replikat handelt. Die gelbe kurze Replika-Flöte und die lange rote Flöte stammen aus derselben Replika-Werkstatt.

5. Die Bemalung:

Da die Flöten nicht bemalt sind, kam dieser Punkt nicht zur Anwendung.

6. Die Dichte:

Die Dichte der roten langen Flöte hatten wir schon recht früh überprüft. Als Vergleichsstücke kamen nur gelbe lange Flöten in Betracht. Dabei fiel die rote Flöte durch. Sie hat eine deutlich höhere Dichte als die gelben Originalflöten. Wir wussten daher, dass es sich um einen anderen Kunststoff handeln muss. Aber für ein rotes Teststück wäre ein anderer Kunststoff nicht völlig ungewöhnlich, so dass uns dies zunächst nicht als Beweis ausreichen konnte. Aber es war unser erster schwerwiegender Verdachtsmoment.

Jetzt besitzen wir aber die kurze gelbe Replika-Flöte und konnten schnell feststellen, dass diese und die rote lange Flöte dieselbe Dichte besitzen, also aus demselben Kunststoff sind.

Fazit:

Die lange rote Flöte ist eine der perfektesten Fälschungen, die wir kennen. Sie hat Boris leider viel Geld gekostet. Aber ohne dieses Stück hätten wir nicht den Ehrgeiz entwickelt, dieser Art von Replikaten nachzuspüren.

Danksagung:

Die hier vorgestellten Erkenntnisse sind das Ergebnis monatelanger Recherche.
Ohne die Hilfe von vielen engagierten Sammlern und anderen netten Menschen, wäre dieser Bericht nicht möglich gewesen.

Besonders bedanken möchten wir uns bei
Irina, die uns einige Replikate zur Verfügung gestellt hat, die der Schlüssel zu unseren Fragen waren und den Stein ins Rollen brachten.
Peter, der uns weitere Replikate besorgen konnte und weitere wichtige Erkenntnisse hatte.
Gabi und Stefan, deren grandiose Rohlingssammlung wir persönlich anschauen durften, und die uns sehr interessante gefälschte Rohlinge dieser Machart zeigen konnten.
René, der uns die gefälschte kurze gelbe Flöte überlassen hat, und uns damit erheblich weiter gebracht hat.
Harald, der uns viele wichtige Informationen zu originalen Varianten gegeben hat.
Michael, der gar keine Ü-Ei-Sachen sammelt, aber die richtigen Ansprechpartner kannte.
Anke und Bernd, die auch gar keine Ü-Ei-Sachen sammeln, aber uns tatkräftig bei der chemischen Analyse geholfen haben.
Dem Zahntechniker, der auch nichts mit Ü-Ei am Hut hat, aber uns offen und ehrlich über die Möglichkeiten dieser Nachguss-Technik aufgeklärt hat.

Wir sagen, auch im Namen aller, denen dieser Bericht helfen soll,

Danke !!!

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Nachtrag zum Dentallabor-Replikat-Bericht.

Ausgelöst durch den obigen Bericht zu den Dentallabor-Replikaten und der dort beschriebenen Flötenreplikate, wurden uns weitere Flöten zur Prüfung vorgelegt.

Wir konnten zwei weitere Dentallabor-Replikate identifizieren, die wir hier kurz beschreiben wollen. Aufgrund der uns nun vorliegenden Erkenntnisse haben wir uns entschlossen, die alten Berichte von Horst zur langen und kurzen roten Flöte von der Seite zu nehmen. Die damalige Einschätzung von Horst, dass es sich bei den beiden Stücken um Originale handelt, ist inzwischen mehr als fraglich.

Hier nun die zwei neuen Flöten-Replikate:

1.) eine kurze rote Flöte:

Es handelt sich dabei um die Variante der kurzen Flöte mit zwei großen und einem kleineren Flötenloch.
Das Flötenreplikat ist aus einem dunkelroten Kunststoff gefertigt, der gleichmäßig durchgefärbt ist. Auf dem Bild wirkt die Flöte wesentlich heller als sie ist. Wir mussten sie durch eine versiegelte Tüte hindurch fotografieren.

Dieses Flötenreplikat ist relativ einfach an der feinen aber dennoch gut sichtbaren doppelten Naht erkennbar. Die zweite Naht läuft als geschwungene Linie an der Flöte entlang (siehe Bild).

2.) eine kurze transparente gelbe Flöte:

Auch hierbei handelt es sich um die Variante der kurzen Flöte mit zwei großen und einem kleineren Flötenloch. Das Flötenreplikat ist aus einem transparent-gelben Kunststoff gefertigt, der gleichmäßig durchgefärbt ist. Die Farbe ist originalen Flöten extrem ähnlich.
Bei diesem Replikat ist die doppelte Naht nicht mehr erkennbar, dafür aber Kratzspuren am Material.

Die zweite Naht ist offensichtlich weggeschabt worden. Erkennbar ist aber noch, dass die eigentliche Gussnaht sehr unsauber gearbeitet ist. Wir haben versucht, das im Bild festzuhalten.

Eindeutig fiel der Salzwassertest aus. Dieses Replikat hat eine erheblich höhere Dichte als originale Flöten und sinkt auch dann noch zu Boden, wenn originale Flöten schon längst schwimmen.
Wir sind dabei auf eine weitere interessante Prüfmöglichkeit gestoßen. Legt man dieses Replikat über Nacht in normales Leitungswasser, nimmt es Wasser auf und quillt an der Oberfläche an.
Die Oberfläche ist dann weich und lässt sich abkratzen.
Der verwendete Kunststoff ist also nicht wasserfest!

Ein Bericht über die lange rote Flöte findest du hier.

 

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