Bericht von ueeihorst

Der Begriff der "Varianten" der Ü-Ei-Figuren wird immer mehr zum Thema, da es immer noch viele Menschen gibt die denken, dass alle Varianten echt sind. Dem ist nicht so, und die "selbst gemachten" Varianten sind leider zum Regelfall geworden auf Börsen und auf den Auktionen. In der großen  Gruppe der manipulierten Varianten gibt es  2 Arten:

1. Echte Varianten, die man in den Eiern fand,  werden nachgemacht. 
2. Es werden Varianten erfunden, durch Material - und Farbmanipulationen.

Ich werde auf dieser Seite alle mir bekannten manipulierten Varianten aufzeigen, die zum Verkauf angeboten wurden. Sie sollen dem Hobbysammler helfen, richtige Entscheidungen zu treffen. Varianten sind eine seltene Ware, und man sollte misstrauisch werden, wenn über Jahr und Tag immer die gleichen Varianten von den gleichen Leuten angeboten werden.


Das erste Bild zeigt Balu aus der Serie Dschungelbuch mit blauem Bauch. Der Anstrich  wurde neu angefertigt um eine echte Variante vorzutäuschen. Auch der  Stiel der Flora wurde gelb gestrichen, um die Flora aus dem Diorama vorzutäuschen. Die losen Fußdeckchen von Nadja Nahtlos wurden farblich manipuliert und als echte Varianten verkauft.

Das erste Bild zeigt Balu aus der Serie Dschungelbuch mit blauem Bauch. Der Anstrich  wurde neu angefertigt um eine echte Variante vorzutäuschen. Auch der  Stiel der Flora wurde gelb gestrichen, um die Flora aus dem Diorama vorzutäuschen. Die losen Fußdeckchen von Nadja Nahtlos wurden farblich manipuliert und als echte Varianten verkauft.

Die Marie mit der grauen Schleife stammt aus der Serie Aristocats und ist hier auf dem Foto farbmanipuliert. Der Wert der echten Variante ist etwa 10 mal so viel wie die der Serienfigur. Von der Testfigur Bill Bodies hat es nur wenige Stücke gegeben, und das Foto zeigt die echte Nachahmung. Auch der Dribbelino bekam den Pinsel nachträglich zu spüren. Die Negerkusshälfte wurde als Testversion in schwarz angepriesen, sie wurde manipuliert.

Varianten „ selbst gemacht “
Bericht von Tim

In den letzten Jahren wird der Markt der Ü-Eier Figuren immer mehr mit Fälschungen und Replikaten überschwemmt, so dass dies mittlerweile an der Tagesordnung ist. Jedoch gibt es für Replikate und gefälschte Figuren teilweise eindeutige Erkennungsmerkmale, so dass sie teilweise leicht, teilweise schwer, jedoch von den Original Figuren und Zubehör unterschieden werden können.

Ganz im Gegensatz zu Replikaten können gefälschte Varianten nur sehr schwer erkannt werden, da es immer unterschiedliche Varianten gibt. So kann es sein, dass eine Variante tausendfach auftritt, oder nur in sehr geringer Stückzahl zu finden ist. Gerade diese Varianten, mit geringer Stückzahl sind sehr begehrt und haben meist einen zehnfachen oder noch höheren Wert im Gegensatz zur normalen Serienfigur.

So kommt es in letzter Zeit immer wieder vor, dass Varianten auftreten, die noch nicht in Katalogen oder im Internet beschrieben sind. Bei solchen Varianten sollte man besonders aufpassen, da es heute kein Problem mehr ist, sich seine Varianten selbst zu machen.

In einigen Versuchen habe ich daher versucht, Erkennungsmerkmale für diese gefälschten Varianten zu finden.


So ergaben sich folgende Ergebnisse:

  
Oben haben wir hier z.B. eine gefälschte Variante. Die Löffel waren zuvor bemalt wie die untere. Jedoch mit einem chemischen Mittel ließ sich die Farbe ganz einfach entfernen.


Erkennungsmerkmale hierbei:

Mit dem bloßen Auge sind eindeutige Rückstände der alten Farbe zwischen Gabel und Löffel zu erkennen ( leichte silberne Farbrückstände ).
Des weiteren ist das Untergrundmaterial angegriffen und ist dadurch matt geworden. Unterschied eindeutig zu erkennen.

Beim nächsten Bild wurde ebenfalls die Farbe entfernt. Die alte Farbe ist nicht mehr zu erkennen. Nur bei genauer Betrachtung sind Farbrückstände in den Vertiefungen des Schildes auszumachen. Jedoch lassen sich solche Rückstände, die nicht durch chemische Mittel weg zu bekommen sind, leicht mit einer Nadel oder ähnlichem aus den Vertiefungen entfernen.

Erkennungsmerkmale hierbei:

Objekt unter einer starken Lampe hin und her bewegen. Die alte Farbe lässt einen leichten Schatten auf dem Objekt erkennen. Vertiefungen auf Farbrückstände überprüfen und auf eventuelle Kratzspuren, die entstehen, wenn man versucht, die Farbrückstände mit einer Nadel oder ähnlichem zu entfernen.

 


Bei dieser Figur wurde die Aufschrift auf dem Ei entfernt. Gibt es jedoch auch als echte Variante. Der Unterschied zur echten Variante ist kaum zu erkennen. Nur mit Hilfe einer Lupe sind leichte Erkennungsmerkmale auszumachen. Siehe Vergrößerung.

 

 

Erkennungsmerkmale:

Betrachtet man sich das Ei unter der Lupe, so sind auch hierbei leichte Farbrückstände zu erkennen. Allerdings nur sehr geringe. Eindeutiger sind dagegen die Veränderung der roten Farbe zur weißen. Hierbei sind eindeutige Beschädigungen der Farbe im Randbereich zu erkennen ( keine klare Linie im Gegensatz zum linken Ei ). Dies entsteht durch das verlaufen des chemische Mittels, mit dem die Aufschrift entfernt worden ist.

Auch hier wurde die Aufschrift entfernt. Allerdings ist die Fälschung leicht zu erkennen.

Erkennungsmerkmale:

Die Untergrundfarbe hat sich teilweise mit abgelöst, so dass die darunter liegende Farbe wieder zu erkennen ist. Des weiteren hat die Untergrundfarbe Ihren Glanz verloren durch das Entfernen der Aufschrift und erscheint so in einem matten Farbton. Jedoch kann z.B. durch eine Überbemalung die Oberfläche wieder vollkommen intakt gestellt werden. Deshalb auch auf dieses achten.

Auch beim nächsten Bild ist eine Beschädigung der Untergrundfarbe zu erkennen. Hierbei wurde der Aufdruck der Uhr entfernt.

In der Regel gelten also folgende Erkennungsmerkmale:

Figuren auf Farbrückstände z.B. von Aufdrucken überprüfen
Untergrund auf Beschädigungen untersuchen. z.B. angegriffenes Material oder Kratzspuren
Die Untergrundfarbe sollte vollkommen intakt sein
Umliegende Farben sollten einen klaren Abschluss haben (keine Beschädigungen, intakter
Rand, nicht ausgeblichen oder matt sein)
Auf Überbemalungen achten.

 

Grundsätzlich gilt:

Bei Varianten, die nicht in Katalogen oder im Internet aufgeführt sind, sollte man besonders vorsichtig sein.

Besonders stark sind Figuren mit Aufdrucken, die keine Untergrundfarbe haben, von Fälschungen gefährdet.

Auch Internet-Anbietern, die gleichzeitig mehrere seltene Varianten anbieten, sollte man mit Bedenken begegnen, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass einer Person gleich mehrere Varianten in den Schoß fallen, die eh schon sehr selten sind.

Im Grunde empfehle ich sowieso, seltene Varianten nur bei Händlern des Vertrauens zu kaufen. So kann man sich diese vor Ort genau anschauen und überprüfen. Auch ist die Gefahr eine Fälschung zu bekommen hierbei sehr gering.

Allgemeiner Hinweis:

Auf Grund der möglichen Nachahmung habe ich keine Mittel aufgeführt, mit denen ich die Aufschriften und Aufdrucke entfernt habe. Auch muss ich dazu sagen, dass manche Varianten nur sehr schwer als Fälschungen zu erkennen waren. Mein Vorteil war, dass ich wusste, dass die Figuren manipuliert worden sind ( war ich ja selbst ). Auch weiß ich nicht, wie weit mittlerweile die Fälscher bei solchen gefälschten Varianten sind. Daher kann ich für die Erkennungsmerkmale keine Garantie geben. Aber ich denke, ein Großteil der gefälschten Varianten kann somit erkannt werden.

Die " selbst gemachten Varianten “ wurden anschließend selbstverständlich vernichtet und
nicht in Umlauf gebracht.

Ich hoffe, ich kann hiermit einige vor gefälschten Varianten bewahren.

Tschüß Euer Tim
( im Internet zu finden unter ) „ hirschbrunft “
 

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